Der Gedankenweg

Kontraindikationen für Hypnose

Kontraindikationen für Hypnose:

Wenn Hypnosetherapie nicht die 1. Wahl ist

Hypnose ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode, die auf vielen Ebenen unterstützen kann – sei es bei Stress, Ängsten, Traumata oder der Förderung von Verhaltensänderungen. Dennoch gibt es Situationen, in denen Hypnose nicht ratsam ist, um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Klienten zu gewährleisten.

Mögliche Kontraindikationen für Hypnose sind unter anderem:

  • Schwere psychische Erkrankungen: Bei Menschen mit einer Schizophrenie, Borderline-Persönlichkeitsstörung oder schweren Depressionen kann Hypnose unter Umständen die Symptome verschlimmern. In solchen Fällen ist eine Behandlung durch spezialisierte Fachärzte erforderlich.

  • Epilepsie: Da Hypnose tiefe Entspannungszustände fördert, kann sie bei Epilepsie theoretisch das Risiko eines Anfalls erhöhen.

  • Akute Herz- oder Kreislauferkrankungen: Bei instabilen Herzproblemen oder schweren kardiovaskulären Erkrankungen sollte Hypnose vorsichtig eingesetzt oder zunächst vermieden werden.

  • Aktive Suchtproblematik: Menschen, die aktuell unter Drogen- oder Alkoholabhängigkeit leiden, sollten zunächst andere Stabilisierungsschritte gehen, bevor Hypnose sinnvoll eingesetzt werden kann.

  • Geringe Bereitschaft oder Ablehnung: Hypnose lebt von Offenheit und innerer Bereitschaft. Wer stark ablehnend oder kritisch eingestellt ist, kann den Prozess nur eingeschränkt nutzen.

Individuelle Einschätzung durch den Arzt oder Therapeuten

Bevor eine Hypnose-Sitzung beginnt, ist eine sorgfältige Anamnese entscheidend. So können mögliche Kontraindikationen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden.

Hypnose ist ein sehr wirkungsvolles und wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, das vielen Menschen helfen kann. Dennoch ist es unter bestimmten Umständen nicht für jeden geeignet. Gemeinsam können wir herausfinden, ob Hypnose für Ihre persönlichen Bedürfnisse und Ziele eine passende Unterstützung darstellt.

Wenn Sie bereits in ärztlicher oder therapeutischer Begleitung sind, besprechen Sie die Option der Hypnose bitte zuvor mit Ihrer behandelnden Fachperson. Ihr Arzt oder Therapeut kann so Risiken einschätzen und gemeinsam mit Ihnen sicherstellen, dass die Hypnose sicher und effektiv eingesetzt werden kann.

Hinweis: Nach sorgfältiger ärztlicher oder therapeutischer Abwägung kann eine begleitende psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll und empfehlenswert sein.